Alle Bienenprodukte sind einzigartige Lebensmittel und sie alle sind im Bienenstock unter nicht-lebensmitteltauglichen Bedingungen beständig gelagert. Und Propolis macht dies zu einem gewichtigen Teil auch erst möglich. Die Propolis selber besteht aus diversen Harzen, den die Bienen bei uns von Bäumen wie: Pappeln, Erlen, Kastanien, Nadelbäumen etc. und Sträuchern sammeln. Dies ist unsere allzeit geschätzte braune Propolis. Die grüne Propolis stammt aus Brasilien von einer besonderen Pflanze des Staates Minas Gerais, namens Alcerim. Die rote Propolis stammt hauptsächlich aus den harzigen Bestandteilen der Pflanze Dalbergia Ecastaphyllum. Diese Pflanzenart stammt aus den Mangrovenwäldern der Küstenstaaten Alagoas, Pernambuco oder Sergipe.
Unisono mischen die Bienen diesen Pflanzen-Harz-Mischungen jeweils im Stock noch Wachs, Pollen, sowie Sekrete bei und kitten mit dieser Paste ihren Stock ab. Auf diese Weise ist es möglich, dass bis zu 70.000 Tiere bei ca. 36 °C und hoher Luftfeuchtigkeit auf engstem Raum zusammenleben können. Unter diesen Voraussetzungen würden andernfalls ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Schaderregern wie z.B. Bakterien, Viren und Pilzen herrschen; doch verhindern dies Bienen mit dem Abdichten durch ihre Propolis. So werden in den Stock eingeschleppte oder bereits vorhandene Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen in ihrer schadhaften Entwicklung für das Beinenvolk gehemmt. Hierzu werden verschiedene Oberflächen, wie beispielsweise das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Auch im Bienenstock vorhandene oder von den Bienen nicht entfernbare Fremdkörper oder Unrat werden ebenfalls mit dieser Mixtur ummantelt. [siehe Wissenschaft 6].
Die Qualität von Propolis hängt nicht nur von der Pflanzenvielfalt ab, sondern auch, wie Propolis von den Rähmchen, Sammelgittern und von den Innenwänden der Bienenkästen gelöst wird und wie der Imker mit seinen Völkern umgeht. Für den menschlichen Verzehr und für kosmetische Zwecke verwendete Propolis muss daher sauber sein und eine entsprechende Qualität erfüllen. Ebenfalls sollten keine Materialsplitter, Insektizide oder Pestizide etc. enthalten sein. Wichtig ist auch, dass der Imker bei seiner Fürsorge auf Giftstreifen oder Antibiotikabehandlungen verzichtet. Daneben ist aber auch die Umgebung und deren Pflege durch den Menschen für die Qualität eines Bienenproduktes wie Propolis entscheidend.